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PAK-Sanierung

Was ist PAK?

Als PAK (Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe) bezeichnet man eine chemische Stoffgruppe von mehreren hundert Einzelverbindungen, bei denen mindestens ein verbundenes aromatisches Ringsystem in einer Ebene vorliegt.

Dabei können die ringförmigen Kohlenwasserstoffe zusätzliche Substituenten tragen. Sie sind persistent und besitzen eine geringe Löslichkeit sowie Flüchtigkeit, die mit zunehmender Anzahl an kondensierten Ringen weiter abnimmt.

PAK kommen unter anderem als natürliche Bestandteile in fossilen Brennstoffen vor.

PAK-Vorkommen

Man unterscheidet höhermolekulare (vier und mehr Ringe) und niedermolekulare (zwei bis drei Ringe) PAK.
Niedermolekulare PAK liegen hauptsächlich als Luftschadstoff gasförmig vor, Höhermolekulare sind in Luft und Boden meist partikelgebunden. 

Umwelt

PAK entstehen unter anderem bei Pyrolyse von organischen Materialien (z.B. fossilen Brennstoffen), das Auslöser für ihr Vorkommen überall in der Umgebung ist.

Baustoffe

PAK sind in teerhaltigen Parkettklebern, Folien, Dachpappen und Abdichtungen bis in die 70er Jahre eingesetzt worden.

Brandfolgeprodukte

PAK sind typische Brandfolgeprodukte, die in der Regel adsorptiv an Ruß bzw. Brandrückstände gebunden sind.

Welche Gefährdung geht von PAK aus?

Viele PAK sind nachweislich karzinogen, keimschädigend und besitzen eine hohe Toxizität. Die Gesundheitsgefahr steigt mit der Anzahl der kondensierten Ringe.
Im Innenbereich können gesundheitsschädigende Konzentrationen durch PAK-Bindung im Hausstaub auftreten. Eine Gefährdung geht von PAK-haltigen Parkettklebern aus. PAK können in flüchtiger Form in die Raumluft gelangen und sich an Staub anlagern oder durch Abrieb als feinste Partikel in die Umgebung gelangen.

PAK können oral, dermal oder inhalativ aufgenommen werden. Im normalen häuslichen Umfeld steht die inhalative Aufnahme im Vordergrund, bei Kleinkindern auch die orale Aufnahme durch Hausstaub.

Dauerhaft erhöhte Staub- bzw. Raumluftbelastung können zu schweren Gesundheitsschäden führen.

Grenzwerte und gesetzliche Bestimmungen

Ein PAK, das Benzo(a)pyren (BaP), wird bei der Bewertung von Belastungen oft als eine Leitkomponente herangezogen. Es besteht aus fünf Benzolringen.

Ein gesetzlich verbindlicher Grenzwert wurde bisher nicht festgelegt. Das Sanierungsziel einer PAK-Sanierung besteht darin, die Konzentration auf bzw. unter die typischen Hintergrundwerte zu verringern.
Typische Hintergrundwerte sind:

OrtHausstaubkonzentration
BaP (mg/kg)
Aufenthaltsräume

100

Wohnungen in denen sich Säuglinge und Kinder aufhalten

10

Sanierung von PAK-belasteten Baustoffen

Bevor eine Sanierung beginnen kann, muss geklärt werden, ob es sich bei dem vorhandenen Kleber um einen Teerkleber handelt. Eine reine Sichtprüfung führt zu keinem aussagefähigen Ergebnis. Eine Probenentnahme und Analyse ist nötig, um PAK-haltigen Kleber zu identifizieren. Die Sanierungsmaßnahmen richten sich neben dem Schadstoffgehalt auch nach dem Zustand des Bodens.

Folgende Maßnahmen können vorgenommen werden:

  • Versiegelung der Oberfläche (geringe Belastung)
  • Belag entfernen und Kleber bzw. Kleberreste versiegeln
  • Belag und Kleber entfernen

Der entfernte Belag darf nicht wieder verlegt werden.

Wenn keine PAK-haltigen Kleber eingesetzt wurden, muss unter Berücksichtigung anders entstandener PAK (z.B. Rauchen, Kamin, etc.) eine andere Schadstoffquelle ausgemacht werden.