Leistungen

KMF-Sanierung

Was sind KMF?

KMF sind künstlich hergestellte Mineralfasern, die industriell aus anorganischen Stoffen wie Glas, Stein oder Schlacke hergestellt werden.

Das Ausgangsmaterial (Stein oder Glas) wird geschmolzen und mittels geeigneter Verfahren zu Faservliesen verarbeitet.

Die Faservliese sind unverrottbar und schimmelbeständig. Sie besitzen hervorragende schall- und wärmedämmende Eigenschaften.

Steinwolle mit einem Schmelzpunkt > 1000 °C wird zudem im baulichen Brandschutz eingesetzt.

KMF in Baustoffen

Das Material wird als Granulat, in Platten- oder Flockenform als Dämmstoff und im baulichen Brandschutz eingesetzt. Am Häufigsten sind bei diesen Anwendungen Glas und Steinwolle zu finden.

Welche Gefährdung geht von KMF aus?

Aufgrund der Lungengängigkeit der Faserfilamente (< 3μm) und einer hohen Biopersistenz von KMF, die vor 1996 produziert wurden, sind diese als kanzerogen eingestuft worden.

Grenzwerte und gesetzliche Bestimmungen

In der Gefahrenstoffverordnung werden KMF auf zwei Arten eingestuft. Zum Einen über die chemische Zusammensetzung, zum Anderen über die Biobeständigkeit der Fasern. Das RAL-Gütesiegel wird für Mineralfaserstoffe vergeben, die den Regelungen der Gefahrstoffverordnung entsprechen. Seit dem Jahr 2000 ist die Herstellung und Inverkehrbringung nicht konformer KMF verboten. Ausschließlich Dämmstoffe mit dem RAL-Gütesiegel dürfen seither in Deutschland eingesetzt werden.

Sanierung

Fasern und Staub sind bei ordnungsgemäß ausgeführter unbeschädigter Dämmung zum Innenraum hin abgeschlossen. Hier besteht kein sofortiger Handlungsbedarf.

Bei unsachgemäßer Ausführung der Dämmung bzw. bei beschädigten Dämmschichten, ist vorsorglich eine fachgerechte Instandsetzung angeraten. Dies gilt im Besonderen für Gebäude, in denen sich vorwiegend Kinder und Jugendliche aufhalten (z. B. Schulen, Sporthallen).

Im Einzelnen bedeutet dies die Öffnung schadhafter Schalungen unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen, eine ordnungsgemäße Entsorgung des Materials und den anschließenden Wiederaufbau mit RAL gekennzeichneten Baustoffen.